Maximilian Mann 

Documentary Photographer




Pankisi


Ein Projekt mit Tim Brederecke.
In einer abgelegenen Bergregion an der georgisch-russischen Grenze liegt das Pankisi-Tal. Die ruhige Kulisse des Kaukasus und dem Alazani-Fluss lässt kaum vermuten, dass die kleine Region immer wieder weltweit in den Nachrichten war. Das Tal galt als Rückzugs- und Trainingsgebiet tschetschenischer Rebellen und als wichtige Schmuggelroute für Waffen- und Drogenhandel. Anfang der 2000er kam es zu Entführungen von Auswärtigen, die erst gegen Lösegeldzahlungen freigelassen wurden. Die amerikanische Regierung spekulierte daraufhin, dass sich Al-Qaida in der Region organisiert und auch heute wird dem Pankisi-Tal nachgesagt, Brutstätte für den Islamischen Staat zu sein.

Einst als „Tal des Terrors“ bezeichnet, sind die meisten der etwa 7000 sehr gastfreundlichen Bewohner nicht länger gewillt das schlechte Image der Region hinzunehmen. Der Großteil von ihnen gehört zur ethnischen Minderheit muslimischer Kisten. Vor rund 200 Jahren flüchteten diese aus ihrer Heimat Tschetschenien vor Blutrache, religiöser Verfolgung oder wirtschaftlicher Not. Im christlichen Georgien waren sie mehr geduldet als willkommen, doch zurück in ihre Heimat dürfen sie bis heute nicht.

Doch das Image des Tals mit seinen bewaldeten Berghängen, den von Feigen-, Kaki- und Walnussbäumen bewachsenen Wiesen und den schneebedeckten Gipfeln des Kaukasus, verändert sich. Vor alle die Pankisi-Frauen bemühen sich mit viel Engagement um Kulturabende, Gästehäuser oder traditionelle Filzarbeiten, um so die touristische Entwicklung ihrer Region voranzutreiben .















Maximilian Mann
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